ANBLICK Ausgabe 01/2018 - page 10

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BLICK
ANS_Anblick18_01_df.pdf 1 19.12.17 09:23
Rache und Gerechtigkeit
„Der Tod und das Mädchen“ ist ein preisgekröntes Theaterstück des in die
USA emigrierten Chilenen Ariel Dorfman, das in 25 Sprachen übersetzt
wurde. Ein Mann hat eine Reifenpanne, ein Fremder, der zufällig vorbei-
kommt, hilft ihm aus und bringt ihn nach Hause. Dort meint die Ehefrau
des Mannes, in dem Helfer ihren früheren Peiniger und Folterer aus den
inzwischen vergangenen Zeiten der Militärdiktatur zu erkennen. Ihr Mann
zweifelt, der Fremde leugnet – wer sagt die Wahrheit? Wem ist zu trauen?
Ein Spiel um Macht und Machtlosigkeit, Bedrängnis und letztlich Befreiung
– real wie seelisch.
Das Schauspiel „Der Tod und das Mädchen“ von Ariel Dorfman dreht
sich um Gerechtigkeit und die Frage, wann der Drang danach in Rache
umschlägt.
Im Theater Ansbach hat das Stück am 13. Januar Premiere.
Wir verlosen
1 x 2 Karten für das Theaterstück „Der Tod und das Mädchen“
Kategorie II, der Termin kann frei gewählt werden
(die Premiere ist ausgeschlossen).
Die Gewinnfrage:
Wer schrieb das Stück „Der Tod und das Mädchen“?
Alle richtigen Antworten, die mit vollständigen Absenderangaben
und dem
Stichwort „Der Tod und das Mädchen“
bis zum 10.01.18
unter
eingehen, nehmen an der
Verlosung teil.
Die Gewinner werden benachrichtigt. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.
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-Verlosung
„Der Tod und das Mädchen“ im Theater Ansbach
Redaktionelle Bearbeitung: hw, Foto: ANBLICK
ansbach
theater
k u l t u r a m s c h l o s s
Termine:
Dienstag, 16. Januar; Freitag, 19. Januar;
Samstag, 20. Januar; Samstag, 27. Januar;
Sonntag, 28. Januar; Mittwoch, 31. Januar;
Freitag, 2. Februar; Samstag, 3. Februar;
Donnerstag, 8. Februar; Freitag, 9. Februar.
Beginn jeweils 19.30 Uhr, Sonntag 15 Uhr.
Öffnungszeiten Theaterkasse:
montags bis freitags 10 bis 18 Uhr
Telefon: 0981-970 40 14.
Fotos: Lupo/pixelio.de; Anwaltskanzlei Sommer
Unter dem ehelichen Güterrecht (oder auch: Güter-
stand) versteht man die Vermögensverhältnisse von
Ehegatten oder eingetragenen Lebenspartnern.
Das Güterrecht hat Auswirkungen auf das eheliche
Zusammenleben und insbesondere bei Beendigung
der Ehe. Abweichend von den gesetzlichen Regelun-
gen können Verheiratete ihren Güterstand in einem
Ehevertrag regeln.
Gesetzlicher Güterstand, Zugewinngemein-
schaft
Ohne besondere notarvertragliche Regelungen leben
die Partner im gesetzlichen Güterstand der Zuge-
winngemeinschaft. Anders als die Bezeichnung ver-
muten lässt bleiben die Vermögen der Eheleute ge-
trennt. Jedem gehört das, was er in die Ehe mitge-
nommen hat und neu erwirbt. Jeder Ehegatte haftet
aber auch für seine eigenen Schulden allein. Nur
wenn z.B. beide Partner den Kredit unterschreiben
gilt anderes.
Das eigene Eigentum verwaltet jeder Partner selbst.
Verkäufe und sonstige Verfügungen, die die finan-
zielle Grundlage der Ehe erheblich beeinflussen,
setzen aber die Zustimmung des anderen Lebens-
partners voraus. Während der Ehe gemeinsam
angeschaffte Güter stehen im (Mit-)Eigentum beider
Eheleute, z.B. Haushaltsgegenstände und Immobi-
lien mit Eintragung beider Partner im Grundbuch.
Scheitert die Beziehung, wird die Zugewinngemein-
schaft aufgelöst und Bilanz zwischen dem jeweiligen
Anfangs- und Endvermögen der Eheleute gezogen.
Dabei helfen Auskunftsansprüche der Ehegatten.
Als Stichtage sind die standesamtliche Hochzeit
(Anfang) und die Rechtshängigkeit des Scheidungs-
antrags (Ende) entscheidend. Privilegierungen
bestehen für Erbschaften oder Schenkungen von
Dritten, welche dem Anfangsvermögen hinzuzu-
rechnen sind. Verzeichnisse zum Anfangsvermögen
können helfen, Diskussionen zu vermeiden. Der
ermittelte Zugewinn ist zwischen den Ehegatten
hälftig auszugleichen.
Endet die Beziehung durch den Tod eines Ehepart-
ners, erhöht sich der gesetzliche Erbteil des überle-
benden Partners um ein Viertel.
Modifikationen, Gütertrennung, Gütergemein-
schaft
Das eheliche Güterrecht kann von den Ehepartnern
individuell gestaltet werden. Mit einem notariellen
Vertrag können die Ehepartner schon vor, aber
auch während der Ehe und sogar nach Trennung
den Zugewinnausgleich modifizieren, z.B. einzelne
Vermögensgegenstände wie einen Betrieb oder eine
Immobilie vom Ausgleich ausschließen. Auch kann
der Ausgleich komplett ausgeschlossen werden. Zur
Wahl steht der Güterstand der Gütertrennung, nach
dem bei Beendigung der Ehe überhaupt kein Aus-
gleich der getrennten Vermögensmassen stattfindet.
Daneben können die Partner Gütergemeinschaft
vereinbaren, in welcher jegliches Vermögen im
Gesamtgut zusammengefasst wird, wenn nicht
Sonder- und/oder Vorbehaltsgut vereinbart sind.
Gütertrennung und Gütergemeinschaft haben
Auswirkungen nicht nur auf den Fall des Scheiterns
der Beziehung, sondern auch auf das Erbrecht der
Eheleute.
Basics Familienrecht: eheliches Güterrecht
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-Rechtstipp
Von Rechtsanwalt Georg Käpplinger
Fachanwalt für Familienrecht
Anwaltskanzlei Sommer, Reitbahn 1
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