ANBLICK Ausgabe 01/2018 - page 12

12
AN
BLICK
Ein Mehrgenerationenhaus für Ansbach: Anfang Dezember wurde
der Treffpunkt in der Rosenbadstraße eröffnet. Viele Besucher,
Nachbarn und Laudatoren waren gekommen, um die Räume offi-
ziell ihrer Bestimmung zu übergeben.
Ein Treffpunkt für alle
Ansbachs Mehrgenerationenhaus eröffnet
Von nebenan wurden noch eilig Stühle herbeigeschafft. Zur offiziellen
Eröffnung gab es ein volles Haus in der Rosenbadstraße 5. Mitglieder des
Stadtrats, Oberbürgermeisterin Carda Seidel, Bürger, Nachbarn, Unter-
stützer und Freunde waren gekommen, um Ansbachs Mehrgenerationen-
haus einzuweihen.
„Der gesellschaftliche Zusammenhalt wird überall beschworen“, sagte
Rainer Stache, Vorstandsmitglied der SonnenZeit-Freiwilligenagentur,
die das Haus möglich gemacht hat.
„Man hat das Gefühl, die Welt gerät
aus den Fugen“, fuhr Rainer Stache
fort. „Familienstrukturen brechen
auseinander. Wir alle sind aufge-
rufen, Brücken zu bauen und den
Zusammenhalt in Stadt und Land
zu fördern.“ Das Mehrgenerationen-
haus sei ein „Weihnachtsgeschenk“
für Ansbachs Bürger. Es soll allen
offen stehen, Jung und Alt, und als
Treffpunkt dienen. Ein Erzählcafé,
ein Ort, an dem man Zeit mitein-
ander verbringen kann, der Nach-
barschaftshilfe, der Kreativität, des
Austauschs: Ein vielfältiges Angebot
will das Mehrgenerationenhaus
schaffen.
„Ein Wunsch von vielen
Menschen“
Und es ist bereits in vollem Gange:
Freiwillige, Flüchtlinge und Studie-
rende haben gemeinsam viele ver-
schiedene Dinge wie Bilder, Kissen,
Kerzen, Mützen und kleine Insek-
tenhotels gefertigt, die im Mehr-
generationenhaus zu erwerben
sind. „Dieses Haus war ein großer
Wunsch von vielen Menschen“,
berichtete Leiterin Sylvia Bogen-
reuther. „Das hat mich motiviert,
neben der Freiwilligenagentur das Haus ins Leben zu rufen. Beides kann
voneinander profitieren, und für beides ist bürgerschaftliches Engage-
ment die Basis.“ Eine langfristige Vision habe sie noch, „aber die verrate
ich noch nicht.“ Das Quartier solle liebenswerter werden, wünschte
sich Sylvia Bogenreuther. „Hier können wir generationenübergreifend
lernen, basteln, sprechen, gemeinsam Zeit verbringen.“ Im Januar ist
ein erster Quartiersstammtisch mit den Nachbarn geplant, und eine
Zukunftswerkstatt soll es geben,
„damit alle ihre Ideen einbringen
können“. Jeder ist willkommen,
betonte sie, „egal ob bei einem ein-
maligen Besuch, regelmäßigen Tref-
fen oder dauerhafter Beteiligung.“
Oberbürgermeisterin Carda Seidel
überreichte ein großes Präsent und
bedankte sich für die Initiative.
„Dieses Haus ist etwas ganz Wich-
tiges. Eine Begegnungsstätte für
verschiedene Mitglieder der Gesellschaft hilft dem Miteinander. Möge
das Haus wachsen und gedeihen!“
In der Rosenbadstraße 5 befindet sich nun Bayerns 91. Mehrgeneratio-
nenhaus, hob Dr. Andreas Frank, Ministerialrat für Arbeit und Soziales,
Familie und Integration, hervor. „Unsere Gesellschaft lebt von denen,
die mehr tun, als sie müssten, die Verantwortung übernehmen und
nicht nur an sich selbst, sondern an andere denken.“
Text und Fotos: hw
Leiterin Sylvia Bogenreuther (links)
und Rainer Stache freuten sich über
das Geschenk von Oberbürgermeis-
terin Carda Seidel. Sylvia Bogen-
reuther hatte schon eine Ahnung,
um was es sich handeln könnte: „Da
ist was zum Spielen drin“, vermutete
sie. Ausgepackt wurde erst später.
1...,2,3,4,5,6,7,8,9,10,11 13,14,15,16,17,18,19,20,21,22,...68
Powered by FlippingBook