ANBLICK Ausgabe 01/2018 - page 56

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AN
BLICK
präsentiert:
Wir packen uns im Winter in eine dicke Daunenjacke ein,
ziehen Mütze, Schal und Handschuhe an. Die Tierwelt geht
ganz unterschiedlich mit der Kälte um: manche machen
einfach Winterschlaf, andere fallen in die Winterstarre und
wieder andere, die bleiben aktiv, als gäbe es Eis und Schnee
gar nicht. Um diese Tiere geht es heute:
Überleben bei Eis und Schnee – bei Wind und Wetter draußen
Wie bei uns, hilft den Tieren eine gute Isolierung, den Winter zu überleben: Vor
der Auskühlung schützt ein dicker Pelz mit dichter Unterwolle. Bei Vögeln hilft das
Federkleid: Sie müssen sich nur aufplustern, und schon wärmt die Luftschicht zwi-
schen den Federn wie eine Daunenjacke. Zusätzlich fetten sie ihre Federn gründ-
lich ein, zum Schutz vor Wasser. Es kann nicht mehr durchdringen. Die meisten
Tiere vermeiden imWinter unnötige Anstrengungen, das spart Energie und Futter.
So futtern Kleiber und Meisen meist erst am Abend, kurz vor der Dämmerung.
So ist die Gefahr gebannt, in einer kalten Winternacht zu leicht zu werden und zu
verhungern. Allerdings würde auch ein angefressener Speckgürtel langsamer und
unbeweglicher machen. Vögel würden zur leichten Beute für ihre Feinde werden.
Tricks von Enten und Huftieren
BeimWinterspaziergang können wir oft Enten dabei beobachten, wie sie durchs
eiskalte Wasser paddeln oder quasi barfuß auf dem Eis stehen. Ihr Geheimnis: sie
haben kalte Füße, die nur sieben bis zehn Grad warm sind. Der Unterschied zwi-
schen Bodentemperatur und demWärmeaustausch ist so gering, dass die Enten die
Kälte nicht als solche empfinden. Huftiere, wie beispielsweise Ziegen, haben hier
eine andere Lösung: bei ihnen zirkuliert imWinter nur wenig Blut in den Beinen.
Das kühlt schnell ab. Der übrige Körper aber bleibt warm. Wenn es total bitterkalt
wird, dann kuscheln sich die Huftiere einfach ganz eng aneinander und halten sich
so warm. Sie haben noch einen weiteren Trick: Bei Kälte beginnen die Muskeln zu
zittern. Der Stoffwechsel läuft auf Hochtouren. Übrigens: Stalltiere, zum Beispiel
Hasen, können bei Kälte nur ein paar Stunden Frischluft vertragen. Auch Hunde
und Pferde haben Spaß am und im Schnee!
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