ANBLICK Ausgabe 02/2018 - page 8

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AN
BLICK
Ansbacher Persönlichkeiten
Max Bezzel
Friedrich Wilhelm Max Bezzel, Rufname Max, wurde am 4. Feb-
ruar 1824 in Herrnberchtheim nördlich von Uffenheim geboren.
Sein Vater Johann Georg Bezzel war Pfarrer in dem Dorfe. Max
war das vierte Kind von ihm und seiner Frau Anne Elise, die
aus Nürnberg stammte.
In einem Nachruf in der
„Deutschen Schachzeitung“
, Aus-
gabe Januar 1872, wird betont, dass sich die Intelligenz und
der wache Geist des Jungen früh zeigten. Die Eltern förderten
und umsorgten ihre Kinder. Der Vater sei ein „durch und durch
tüchtiger und gelehrter Schulmann“ gewesen, ist in dem Nachruf
zu lesen.
1830, als Max sechs Jahre alt war, wurde der Vater als Gymnasial-
professor nach Ansbach versetzt. Nun konnten der wissbegierige
Junge und seine Geschwister nicht mehr so viel Zeit im Freien verbrin-
gen wie zuvor. Um die Kinder zu beschäftigen, gaben die Eltern ihnen
Schachbretter. Alle der inzwischen sechs Brüder und drei Schwestern
beherrschten das Schachspiel schließlich gut, Max stach allerdings beson-
ders hervor: Nur er „gelangte zur Meisterschaft“, schrieb die „Deutsche
Schachzeitung“ 1871.
Herausragend in Mathematik, Schwimmen und Turnen
Drei Jahre nach dem Umzug der Familie nach Ansbach, Max besuchte
die lateinische Vorschule, starb der Vater. Dies konnte den Lerneifer des
Jungen nicht bremsen, vielleicht befeuerte der Verlust ihn sogar: Er war
stets einer der besten Schüler und bewies eine besondere Begabung und
(1824 – 1871)
Max Bezzel, der einen Großteil seines Lebens in Ansbach
verbrachte, war ein berühmter Schachspieler.
Der studierte Jurist gilt als ältester bayerischer Schach-
meister.
Am Gymnasium Carolinum in Ansbach
machte Max Bezzel sein Abitur.
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