ANBLICK Ausgabe 10/2017 - page 11

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Seit November 1991 existiert das Frauenhaus in Ansbach. Die Aus-
lastungszahlen machen deutlich, dass die die Einrichtung bitter
notwendig ist: 2016 stieg die Belegungsquote auf 96 Prozent. Die
Erreichbarkeit rund um die Uhr und die Betreuung ist nur durch
den Einsatz von Ehrenamtlichen zu stemmen.
Ansbacher Frauenhaus ist bitter nötig
Schutz vor häuslicher Gewalt
Die PSD-Bank Nürnberg übergab kürzlich eine Spende in Höhe von
5.000 Euro an das Frauenhaus Ansbach. Mit dem Geld sollen die Zimmer
der Bewohnerinnen mit Sonnenrollos ausgestattet werden. Für den Kinder-
bereich ist die Anschaffung einer Spielküche und eines Kaufladens in
Planung.
Seit der Eröffnung des von der Caritas betriebenen Frauenhauses im
November 1991 fanden bisher über 2.050 Frauen und 2.300 Kinder Zu-
flucht vor häuslicher Gewalt. Die erste Frau wurde am 21. November 1991
aufgenommen. Das Frauenhaus verfügt über zehn Plätze für Frauen mit
oder ohne Kinder. Im vergangenen Jahr wurden 40 Frauen aus Westmit-
telfranken, 27 Frauen aus dem übrigen Bayern und acht Frauen aus dem
gesamten Bundesgebiet aufgenommen. Damit stieg die Belegungsquote
von gesamtdurchschnittlich 86 Prozent auf 96 Prozent. Die Aufenthalts-
dauer liegt im Mittel bei 47,7 Tagen. Hier ist eine stetige Verlängerung
zu beobachten. Dies hänge vermutlich auch mit fehlendem bezahlbarem
Wohnraum zusammen, so der Caritasverband Ansbach.
Jederzeit erreichbar
30 Ehrenamtliche decken die Rufbereitschaften in der Nacht, an den
Wochenenden und Feiertagen ab, womit sichergestellt wird, dass das Haus
an 365 Tagen im Jahr rund um die Uhr erreichbar ist und so Zuflucht
suchende Frauen und ihre Kinder bei Bedarf jederzeit aufgenommen
werden können. Die Ehrenamtlichen übernehmen im Jahresschnitt rund
6.800 Stunden Rufbereitschaftsdienst und verzichten auf manchen Schlaf,
um den Frauen in einer Notsituation Schutz und Hilfe zu gewähren.
Text und Fotos: Caritasverband Ansbach, redaktionelle Bearbeitung: hw
Dekan Hans-Peter Kunert, 1. Vorsitzender des
Caritasverbands, Geschäftsführer Heinz Kestler,
Frauenhausleiterin Hildegard Goldbrich und
Johann Büchler, Vorstandsvorsitzender der PSD-
Bank Nürnberg, bei der Spendenübergabe.
Wegen Überbelegung konnten in diesem Jahr 22 Frauen nicht gleich
aufgenommen werden, gab der Caritasverband bei einem Besuch von
SPD-Mitgliedern bekannt. Frauenhausleiterin Hildegard Goldbrich und
Caritas-Geschäftsführer Heinz Kestler sehen jedoch nicht eine Platzer-
weiterung des Ansbacher Frauenhauses als vorrangig an, sondern den
Ausbau des Angebots im Großraum Nürnberg: Aus dem Ballungsraum
kämen etliche Zufluchtsuchende nach Ansbach. Auch die Schaffung
von bezahlbaremWohnraum sowie eine Stärkung der präventiven
Beratung seien erforderlich.
Das Frauenhaus Ansbach ist Tag und Nacht
unter der Telefonnummer 0981-95959 erreichbar.
Markus Rinderspacher, SPD-Fraktionsvorsitzender
im bayerischen Landtag, ließ sich mit mehreren
Kollegen über die Arbeit des Frauenhauses infor-
mieren.
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